Wer nicht wählen geht… sollte Piraten wählen!

Liebe Nichtwähler, ich kann euch ja irgendwo verstehen…

Doch vielleicht kann euch Wilfried Schmickler umstimmen…

Der Mann hat vollkommen Recht!

Wahlbeteiligung:

Das darf doch gar nicht wahr sein! Da kriegen gerade mal schlappe 50% der Wahlberechtigten ihren Hintern hoch und den anderen geht die ganze Veranstaltung komplett an eben diesem Hintern vorbei! […] Weil sie angeblich alle so „verdrossen“ sind, weil sie von der Politik die Schnauze voll haben.

Nichtwähler:

„Warum soll ich hier wählen gehen? Hat doch eh keinen Zweck… Die da oben machen doch sowieso was sie wollen!“
Und genau das machen „die da oben“ eben nicht! Denn „die da oben“, die machen vor allem das, was die wollen, die noch weiter „oben“ sind!
Und deshalb unterstützt jeder, der nicht wählen geht, die Radikalen in diesem Land! Und damit meine ich nicht die doofen Rechtsradikalen. Nein, ich meine ich die radikalen Vertreter der Rüstungs- und Pharmakonzerne, die Lobbyisten der Banken und Geldwäschereien, die hoch bezahlten Agenten der Kohle-, Stahl- und Energieriesen, die Kernkraftwerksbetreiber, die Autobauer, die Großgrundbesitzer. Die gehen alle wählen! Zwar nicht an der Urne, sondern da, wo die wichtigen Entscheidungen getroffen werden. Da wählen sie dann gezielt ein paar Entscheidungsträger aus und dann werden die systematisch […] belabert und nach allen Regeln, der Lobbyisten-Kunst geknetet. […] Und genau das ist es, was die Politik zur Zeit bestimmt. Keine ökologischen Zwänge, kein Sachverstand, keine Programme, keine Visionen. Nein, es ist die pure Feigheit! Die Feigheit vor dem eigenen Volk!

Du bist immer noch der Meinung „Wählen bringt nichts.“? Denkste!😉

Wenn ihr wirklich nur zu faul seid, dann beantragt doch Briefwahl. Wo ihr am besten euer Kreuz setzt, sollte ja inzwischen klar sein…😉

Falls ich auch nur einen Nichtwähler davon überzeugen kann zur Wahl zu gehen, bin ich zufrieden.

Last but not least, bringt es Blumentopf nochmal auf den Punkt!

30 Antworten zu “Wer nicht wählen geht… sollte Piraten wählen!

  1. Nichtwähler, wählt keine Partei, von der ihr nicht wisst, wofür sie steht!
    Die Piratenpartei wird sich ihr Vollprogramm erst nach der Wahl geben; ein derart schamlos-antidemokratisches Verhalten hat noch keine Partei zur Schau gestellt!

    Geht wählen, wählt die Piratenpartei, wenn ihr Sympathie für ihre Ziele habt, aber wählt sie nicht einfach, weil sie noch keine etablierte Partei ist und euch die anderen ankotzen – das ist NPD-Wählerverhalten!

    • Trotzkist,
      Danke für die Werbung. Die Piratenpartei macht immer wieder eine Aussage, wir tretten für das GG ein. Das kann man icht von allen Partein in Bundestag behaupten. Sie dir die Urteile in Karlsruhe mal an. Wie kann es bei den Lissabonvertrag passieren, das das Parlament das Begleitgesetz noch mal ändern muß.

      Warum bekommen die Staaten (CIA) die Bankdaten der Bürger (Swiftdaten), warum bekommen die Staaten bei den Überflug oder bei einer Landung 17 Datensätze des Bürgers der die Staaten überfliegt oder in ihn Landet. Warum müssen wir Reisepässe mit Biometrischen Daten haben?

      Ich höre lieber auf.

      Bis dann
      LG von Richter169

      • icht=nicht
        Entschuldigung

      • Abgesehen von der grauenhaften Rechtschreibung hast du natürlich in vielen Dingen recht – aber das habe ich aber gar nicht in Frage gestellt. (Wäre dir vielleicht aufgefallen, wenn du beim Lesen mitgedacht hättest)
        Ich habe es in Zweifel gezogen, dass es dem demokratischen Prozess hilft, die Wähler erst abstimmen zu lassen und ihnen anschliessend erst zu sagen, wofür.
        Übrigens verstehe ich die hier verlinkte Ausage Koenigs so, dass Piraten auch die Bundeswehr im Innern einzusetzen und Flugzeuge abzuschiessen bereit sind, wenn sie dafür nur ihre Ziele in Bezug auf Datenschutz etc durchsetzen können.

        Von GG und BVerfG ist da jedenfalls kein Wort.

      • Hallo trotzkist,
        ich bin etwas Müde, deswegen entschuldige bitte meine Rechtschreibung. Wärst du bei einen Stammtisch der Piraten gewesen, dann hättest du gewußt, wie wichtig das GG für uns ist.

        Ich dachte das du dich über die Piraten informiert hast. Falls du das Forum aufsuchen willst und dich Infomieren willst, hier ist ein Link:
        http://forum.piratenpartei.de/index.php

        Ich verschwinde jetzt, muß noch schlafen.

        Bis dann
        LG von richter169

      • Die Formulierung „Wir stimmen mit dem Koalitionspartner“ ist deutlich genug, da spielt es ja keine Rolle mehr, welche Wahlversprechen ihr vorher noch abgeben wollt, die ihr ja angesichts des Zitats eh brechen wollt.

      • I lirllaety jumped out of my chair and danced after reading this!

  2. Haha, Du bist ja lustig Trotzkist.
    Welcher Lobbyist da wohl hinter der Tastatur sitzt?😀

    Also antidemokratisches Verhalten legen ja wohl höchstens die „etablierten“ Parteien an den Tag. Die Piratenpartei als antidemokratisch zu bezeichnen, lässt entweder auf wenig Sachverstand, oder einfach nur auf idiotisches Gebashe schließen.

    Im Gegenteil: Die Piratenpartei wird in einem komplett basisdemokratischen Prozess ihre Haltung zu weiteren Themen erarbeiten, was mit Hilfe der modernen Möglichkeiten der Kommunikation, so leicht sein wird, wie nie zuvor.

  3. Lobbyist, süß, dieser halbdemokratische Trotzreflex, ihr macht’s schon fast wie die Großen.

    Wie würdest du es denn bezeichnen, die Wähler abstimmen zu lassen, und erst anschließend zu bestimmen, für was sie eigentlich abgestimmt haben?

    Es mag ja sein, dass die innerparteilichen Vorgänge hierzu demokratisch sind, dass der Wähler aber die Katze im Sack kaufen muss (zugegeben, Union und FDP machen es derzeit ähnlich), ist antidemokratisch.

    • Finde ich nicht.

      Der Duden übrigens auch nicht!
      http://www.duden.de/definition/antidemokratisch
      „an|ti|de|mo|kra|tisch (Adj.): Gegen die Demokratie gerichtet: -e Gesetze; -e Tendenzen; a. eingestellt sein.“

      Aaron Koenig hat dazu ein paar gute Worte gefunden:

      • Nochmal
        Das was eure größte Stärke ist, ist gleichzeitig eure größte Schwäche: Ihr seit politische Amateure, eure Naivität verbaut euch den Blick auf das politische Tagesgeschäft; ihr glaubt, es reicht ein paar Themen zu haben, die ihr im Austausch für eure Stimmen umsetzen wollt; Herr Koenig macht seine potenzielle Fraktion zu Stimmvieh eines nicht näher bestimmten Partners, wenn ihr dafür eure Ziele umsetzen könnt – dass dabei die stärke der Fraktion eine Rolle spielen könnte, und dass Wähler eben nicht gern die Katze im Sack kaufen, es sei denn sie sind mit Scheukappen für Freiheit im Internet ausgestattet, dass ihr nichtmal eine Koalitionsaussage dahingehend fällen könnte und quasi alles mitmachen würdet, was der Partner will, das scheint ihr gar nicht so recht zu begreifen.

  4. tja trotzkist, mach nen vorschlag der unbestechlich ein gewinn für die demokratie ist, dann machst du den schritt zu „konstruktiver“ Kritik. Bis dahin sind die Piraten die einzig logische konsequenz…

    viva la piratas

    • Mir würde es schon reichen, wenn mir ein Pirat mal erklären könnte, was man denn wählt, wenn man Piraten wählt, das braucht sogar nur eine grobe Richtlinie sein: An welcher Partei werden sich die Piraten halten, wenn es um Dinge geht, von denen sie „keine Ahnung“ hat, wie ihr grade angedeutet habt?
      Wirtd sie konservative, linke, rechte, grüne Politik machen? Wird sie Merkel wählen oder Steinmeier? Oder wird sie sich komplett verweigern, wenns nicht um ihre Kernkompetenzen geht?
      Ich habe dazu noch keine belastbaren Aussagen gehört, und solange kauft man eben die Katze im Sack.

      Das hier gebrochene „Wahlversprechen“ als Lügen dargestellt werden, zeugt für mich jedenfalls nicht von der Politikfähigkeit dieser Partei, vielleicht fehlt euch auch nur ein bischen Erfahrung.

  5. Was ist denn antidemoktratisch wenn man sagt „Wir haben von Rentenpolitik keine Ahnung, also Lügen wir euch nicht das blaue vom Himmel.“?

    Politik funktioniert doch folgendermaßen. Die Parteien überlegen sich mit welcher Meinung sie die meisten Stimmen kassieren und diese äußern sie dann. Nach der Wahl wird dann allerdinge meist was völlig anderes gemacht.

    Jetzt sag doch mal was weniger demoktratisch ist. Ehrlichkeit oder Lügen?

    • Was ich erwarte ist, dass eine Richtlinie vorgegeben wird, ob man die nun halten kann oder nicht – glaubt ihr ernsthaft, dass ihr euer Wahlprogramm 1 zu 1 umsetzen könnt, wenn irgendwer mit euch eine koalition eingeht? Seit ihr dann auch Lügner, wenn ihr das nicht umsetzen könnt?

  6. @Huxi:
    Parteiprogramme sind keine „Versprechen“, sie sind Forderungen, die mit den Koalitionspartnern anschließend ausgehandelt werden.

    Das „Wahlprogramm“ hab ich gelesen, wie man darauf basierend für den Wahl-O-Mat aussagen treffen kann, erschließt sich mir allerdings nicht, abgesehn davon, dass der ganze Wahl-O-Mat ziemlicher Schwachsinn ist.

  7. Ich bin übrigens sehr dankbar dafür, wie hier Kommentare bewertet werden, das zeigt, wie affirmativ hier argumentiert wird und jede Kritik gleich als negativ aufgenommen wird – die NPD macht das bestimmt auch so^^

  8. @trotzkist

    Du hast Recht. Die Aussagen der Piratenpartei zu vielen politischen Themen fehlen. Die Piraten haben sich auf ihre Kernkompetenzen und -themen festgelegt. Wohin sich die Piratenpartei in Zukunft entwickeln wird ist bisher noch nicht absehbar. Das hängt sich daran, wie stark die Piraten an der BTW gewählt werden und wie danach die Arbeit weiter geht.

    Was ich bisher als neuer Pirat aber erfahren konnte ist eine neue Form der Mitbestimmung und Diskussionskultur. Das hat zwar manchmal zur Folge, dass viel Unerfahrenheit zusammenkommt, aber in vielen Diskussionen unter Piraten habe ich auch sehr gute Ergebnisse erlebt.

    Genau DAS könnte ein zukunftsfähiges Modell für Politik werden und die Piraten sind bereit es auszuprobieren. Dazu braucht man Mut, Lust am Streiten und auch Geduld. Denn gerade junge und unerfahrene engagieren sich hier. Und das macht den Reiz aus.

    Trotzkist, ich glaube du wärst bei den Piraten willkommen, denn du stellst wichtige Fragen. Und gerade zu den Themen, die wir noch nicht besetzen brauchen wir ernsthafte Fragestellende!

    Ich selbst bin auch Pirat und will nach der Wahl zum Thema Jugendkultur und Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mein Fachwissen einbringen!

    Demokratie kommt vom Volk! Macht mit!

    Gruß
    Ein Pirat aus Süddeutschland

    • So wie ich das hier erlebe, bin ich nicht willkommen, weil ich unbequeme Fragen stelle^^

      Es geht mir wie gesagt nicht darum, die Piraten zu diskreditieren, ich finde den Prozess der Formierung dieser Partei interessant, aber die Partei muss eben noch erwachsen werden, so wie die meisten ihrer Mitglieder.
      Solange sie nicht sagen kann, wo sie steht (und das tut sie eben noch nicht), ist sie meiner Meinung nach eben noch nicht reif für’s Parlament. Sie hat sich noch nicht als die Partei formiert, die sie in vielleicht schon 2 Jahren ist – und solange kann auch niemand mit ihr koalieren, jetzt anzutreten wird in erster Linie den Piraten schaden.

      • Ob die Partei erwachsen werden muss, das ist schwierig von außen zu beurteilen. Ich z.b. bin schon über 40 Jahre und nicht ganz unerfahren. Hinzu kommt, dass zur Zeit viele als „Piraten“ mitdiskutieren und nie klar ist, ob sie es wirklich sind. Ich kann nur von dem berichten, was ich „intern“ erlebe und da sehe ich sehr wohl reife und gute Strukturen. Lass dich nicht von dem beeindrucken was du alles an Kommentaren und getwittere im Internet erfährst. Nicht immer steckt ein Pirat dahinter und nicht immer die Absicht den Piraten was gutes zu tun.

        Aber die bisherige „Themenkonzentration“ ist m.E. die einzige Möglichkeit mit dem großen Mitgliederansturm und der erhöhten Aufmerksamkeit seit der Europawahl demokratisch umzugehen. Denn erst wenn sich der Mitgliederstamm gefestigt hat kann man mit der eigentlichen Themenarbeit beginnen. Sonst käme mit Recht der Vorwurf, dass nur ein paar wenige aus der „ersten Stunde“ die Themen bestimmt hätten.

        Und noch zu warten und nicht zur Wahl anzutreten würde jede Motivation im Keim ersticken.

        Die Piraten werden definitiv nicht in die Lage kommen nach dem 27.9. in Koalitionsverhandlungen treten zu müssen. Deshalb ist in dieser Frage nicht die Eile geboten, die manche fordern.

        Aber mein Angebot gilt: Mach mit, wir brauchen „streitbare“ Mitstreiter!

        Gruß
        AucheinPirat

  9. Dieser Mitgliederstamm wird aber viel zu heterogen sein, wenn man sich auf nur ein Thema beschränkt; es wird für euch noch schwieriger sein, als es bei den Grünen je war, weil diese letztlich doch aus einem ähnlichen Milieu kamen.

    Was ich für die Piraten kommen sehe, ist ein Achtungserfolg jetzt, dann ein Kurs, der irgendwo die politische Mitte bedient und ein großer Mitgliederverlust an Idealisten, die sich was anderes versprochen haben, anschließend verschwindet die Partei wieder in der Bedeutungslosigkeit und wird nur noch bei diversen Richtungskämpfen in der Partei noch für Aufmerksamkeit sorgen.

    Was die Koalitionsverhandlungen angeht, so hast du wahrscheinlich recht, trotzdem tun die Piraten geradezu so, als könnte sie sich nach der Wahl einen aussuchen und dann loslegen. Es mag sein, dass mir die Innenansicht fehlt, aber vielleicht geht es ja darum:
    Ich bin der potenzielle Wähler: Noch unentschieden, linksliberal, jung, politisch interessiert, mit Paranoia gegen staatlichen Terror gesegnet; und mir macht die Willkürlichkeit der Piraten eben Angst; ich gehe nicht davon aus, dass ich damit allein bin, die Reaktionen auf meine Kommentare hier bestärken gar meine Angst, weil sie ansatzweise faschistoid wirken, zumal ich auch nicht das Gefühl habe wirklich für voll genommen zu werden.

    • Wie gesagt. Kommentare im Internet sind mit Vorsicht zu geniessen. Das weißt du als Blogger sicher besser, als manch anderer. Deine Einschätzung zur Zukunft der Piraten könnte sich als wahr erweisen. Aber das hängt stark von den „Aktiven“, die sich intern engagieren ab.

      Was die Wählbarkeit der Piraten betrifft. Sie sind im Grunde ehrlich, wenn sie klar sagen, dass sie als Partei nur für diese wenigen Themen stehen. Der Wähler ist souverän genug und kann mit seinen 2 Stimmen entsprechend agieren. Ich werde meine Erststimme einer Partei geben, denen ich die anderen Kompetenzen zutraue, die den Piraten noch fehlt. (Wohlwissend, dass ich schon seit Jahren vor dem Dilemma stehe, mit meinen beiden Stimmen nie das zu treffen, mit dem ich voll zustimmen kann).

      Als Wähler hast du eben die Qual der Wahl. Und wenn du von einer „Paranoia gegen staatlichen Terror gesegnet“ bist, dann überleg doch nochmal, ob die Wahl der Piraten für dich eine Möglichkeit darstellt dem staatlichen Terror ein „STOP-Schild“ vorzuhalten. Ich habe bis vor kurzem auch noch gedacht, dass mich die Grünen oder die FDP vor dem staatlichen Terror bewahren. Aber da bin ich mir eben nicht mehr sicher.

      Mit der Wahl der Piratenpartei kann man derzeit ein klares Signal abgeben. Was danach kommt, wird zeigen wie sehr sich die Aktiven auch um ein Ausrichtung der Piratenpartei bemühen.

      Übrigens, ich glaube eine „Richtungsideologie“ (rechts, linhs etc.) ist in der Parteielandschaft eh überholt. Ich fände es spannender eine Art „Expertenkultur“ für eine Partei zu schaffen. Aber das wird noch mühsame Arbeit benötigen!

      Ich hoffe übrigens, dass dich unser Dialog nicht abschreckt, sondern dir zeigt es gibt sehr wohl Piraten mit „Streitkultur“!

      Gruß
      AuchPirat

      • Natürlich ist es ehrlicher zu sagen, dass man dazu noch keine Stellung beziehen kann, aber ich bin eben nicht gewillt. eine Partei zu wählen, die für nur 2% des tagespolitischen Spektrums auch Antworten hat, auch wenn die Partei diese 2% strikter vertritt als alle anderen – es gibt eben vieles Andere, und wie ich finde, vieles Wichtigere. Das klare Signal, dass man abgibt, ist eben nur ein einzelner ping und keine Standleitung ins Parlament (um mal die Netz-Allegorie zu nutzen)

        Ich glaube auch, dass man nicht nur eindimensional mit links und rechts argumentieren kann, ich persönlich denke eher in den Dimensionen links-rechts und progressiv-konservativ, ein Grund, warum mir die Linke einigermaßen zuwider ist.

        Warum sollte mich dieser Dialog abschrecken? Es liegt mir ja gerade an einer intellektuell ansprechenden Diskussion, gerade deshalb habe ich ja die Kritik hier platziert, war schon deprimiert, weil ich nur stumpfe Antworten bekam.

        PS: Expertenkultur – das musst du mir mal erklären.^^

    • Wir sind zur Zeit ein Partei die Leute sucht, die sich einbringen wollen. Das ist nicht einfach.

      Noch eines, hättest du höfflich gefragt, hätten die Piraten dir alles erklärt. Unser Alterstamm ist ab 17 bis 66 an meinen Stammtisch. Wir haben bei jeden Treffen ca. 50% an intressierte Leute da, keine Piraten, sondern welche die es noch werden wollen. Wieviel davon sich anmelden, können wir nur raten, wenn sie immer wieder kommen.

      Wir sind zur Zeit (lt unseren Wiki) ca. 7400 Mitglieder und wir wachsen weiter.

      Ich bin zu ihnen gegangen, weil mir die Überwachung der Regierung nicht mehr gefallen hat. Ich habe die Petition mit unterzeichnet gegen KIPO wie 134.000 andere Wahlberechtiget auch. Und es hat mir nicht gefallen, wie die Regierung mit der Petition umgegangen ist. Als wenn es sie nicht gegeben hat.

      Bis dann
      LG von Richter169 *schlafeschon*

  10. Hallo binauchpirat. Erstmal grosses Lob an trotzkist und AuchPirat für diese hervorragend sachliche Diskussion. Vor allem das trotzkist nach dem gebashe vom vom Anfang nicht gleich abgezogen ist.

    Meine Meinung zu der Diskussion, wenn ich die kurz zum Besten geben darf. So wie ich das lese ist trotzkist jemand der sein Kreuz bei einer Partei setzen will, die seine Interessen vertreten. Wie trotzkist richtig bemerkt hat, sind bei der Piratenpartei -noch- nicht alle Interessen ausdefiniert. Nach dem „Kreuz setzen“ scheint es mir, möchte trotzkist sich nicht mehr stark einbringen müssen und möchte von seiner Partei vertreten werden ohne weiter gross mitzubestimmen. Genau dies ist bei der Piratenpartei aber möglich und gewollt und meiner Meinung nach die grosse Chance.

    Denke mal an die Aktualität die Wikipedia ggn den veralteten Print-Enzyklopedien aufweisst. Wäre es nicht Zeit das Politik, Bildungswesen und Gerichtswesen auch mal etwas schneller reagieren. Könnte eine sog. Wiki-Partei hier nicht viel flexibler sein als eine hierarchische Partei, bei der sich vieles vor allem um Prominenz und Bekanntheit dreht.

    Ich frage mich, wieso lassen diese alten Merkels und Steinmeiers nicht mal die Jugend der Parteien ran. So inkompetent können die ja nicht sein. Wieso muss ich seit 20 Jahren diesen Westerwelle immer das gleiche labern hören von Abschaffung der gesetzlichen Kassen, wo doch Beispiel USA jedem Menschen gezeigt hat, wohin das führt.

    Im Wiki und am Stammtisch dein Fachwissen einzubringen, anstatt jemanden überspitzt gesagt „vor sich hin herrschen“ zu lassen ist die grosse Chance. Dieser „vor sich hin regierende“ hat meist etwas vollkommen anderes gelernt (z.b. Physik) als etwas für das er eingesetzt wird (sollte ein Kanzler nicht z.B. besser Politikwissenschaftler sein?).

    Was mich am meisten aber z.Z. stört ist die Tatsache das Grundrecht auf Datenschutz und Provatsphäre mit Füssen getreten werden. Gab es da nicht mal einen „Skandal“ um den grossen Lauschangriff? Wieso ist das jetzt auf einmal Gesetz geworden. Es geht hier auch mehr als um Eingriff in die Privatsphäre. Es geht darum, dass das Internet dem gemeinen kleinen Menschen endlich eine Möglichkeit bietet, fern von Kommerzialität seine Meinung kunt zu tun und sich zu vernetzen ohne dafür z.B. Journalistik studieren zu müssen und für eine Zeitung zu arbeiten. Frei nach Berthold Brecht, dem Verfechter des freien Radios. Genau diese Möglichkeit mitzureden und medial aktiv zu sein will mir jetzt diese Regierung wegnehmen.

    Noch schlimmer: Three Strikes Policy der CDU: Dein Internet aus, wenn du 3 mal auf meinen Blog surfst, nur weil da steht das Angie Haarausfall hat. Bomben auf afghanische benzinholende Kinder finden 2/3 der Deutschen schlecht, aber deswegen will man doch nicht gleich eine kommunistische Partei wählen müssen, die behauptet Deutsche Post, Telekom und Die Bahn waren super staatliche Konzerne. Wir alle kennen den Services und die Preise bei diesen Ex-Staats-Unternehmen. Ideologien wie links und rechts.. Ich hab mal in Ethnologie an der LMU und PoWi an der FU mitgehöhrt, weiss ganz genau dass sich starrsinnige Ideologien so gut wie alle von selbst delegitimiert haben. Selbst die Ideologie der Wissenschaft. Wieso wird das nicht mal von Goppel, Stoiber und Co angezweifelt? Weil die nur Phrasendrescher sind und keinen Plan von der Materie haben. Die Piraten im Moment auch nicht. Aber sie geben es wenigstens zu und ersparen mir die Phrasen.

    • Insofern, dass ich eine Partei wähle, ohne mich nachher noch ion dieser einbringen zu wollen, hast du recht, liegt aber daran, dass ich mich in keiner Partei zu Hause fühlen würde: Ich wähle, und ich wähle taktisch; ich wähle aber weniger aus wirklicher intellektueller oder ideologischer Nähe zu einer Partei. Ich könnte mich also sinnvollerweise nirgendwo einbringen.

      Zu Verstaatlichungen gebe ich dir nicht recht, wir brauchen mehr Staatsunternehmen, die kompetent geführt werden, weil nur dieses wirklich demokratische Teilhabe sicherstellen kann, wie Sozialleistungen für finanziell Schwächergestellte (Stichwort: Sozialticket).

      Das ihr als Piraten euch nicht an Ideologien wie rechts oder links orientiert, ist ja deutlich, wenn man bedenkt, dass ihr selbst quasi rechtsextremen Medien wie der „Jungen Freiheit“ Interviews gebt…jeder andere würde sich dafür schämen.

  11. Pingback: Wenn Wahlen etwas ändern könnten, wären sie verboten « Arnos Schwatzer Block

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