Meine erste Schießerei…

Ich wurde am Freitag (23.10.2009) zufällig Zeuge einer Schießerei in Bonn (Bertha-von-Suttner-Platz). Hiermit möchte ich meine Erlebnisse wiedergeben. Vielleicht kann ich diese Erfahrung dadurch, dass ich sie mit anderen teile, ein wenig besser verarbeiten. Vielleicht interessiert es sogar jemanden…

Ich war gerade mit zwei Freunden auf dem Weg nach Hause, als wir es plötzlich (in ca. 100m Entfernung) 5-7 mal knallen hörten. Wir sahen über der Straßenbahnstation, zwischen den Diskotheken „Schwarzlicht“ und „Tiefenrausch“, Rauch aufsteigen. Der Platz war sehr belebt, denn um diese Uhrzeit zieht es viele Menschen in die Diskos. Einer meiner Freunde meinte zunächst noch, das sich Schüsse normalerweise nicht so dumpf anhörten, der andere meinte, dass seien bestimmt Böller gewesen. Doch vor dem Tiefenrausch entwickelte sich ein Tumult und man konnte Schreie vernehmen.

Spätestens ab dem Moment war klar, dass es wirklich Schüsse gewesen sein mussten, die wir da gehört hatten. Wir gingen langsam etwas näher an die Szenerie heran und ich konnte erkennen, wie ein bulliger, glatzköpfiger Mann wild auf jemanden eintrat, der offensichtlich auf dem Boden lag. Die Schreie wurden indes noch lauter.

Langsam wurde uns allen bewusst in was für einer ernsten Situation wir uns befanden. Also habe ich natürlich sofort mein Handy rausgeholt und, wie immer in solchen Fällen, 110 gewählt. Zunächst ging niemand dran (unglaublich!), also habe ich es nochmal versucht und bin durchgekommen.
Ich versuchte die Fassung zu wahren, damit ich dem Beamten am anderen Ende der Leitung, möglichst sachdienlich berichten konnte. Nachdem ich ihm beschrieben hatte was los war (mehrere Schüsse, Schlägerei, viele Beteiligte, möglicherweise Schwerverletzte oder schlimmeres..), hatte er noch ein paar kurze Rückfragen an mich und ich forderte nochmal, dass unbedingt schnell mehrere Krankenwagen, ein Notarzt und genügend Polizisten kommen müssten.

Wir tasteten uns vorsichtig noch ein paar Meter weiter ran, da kam uns ein (wie man den Presseberichten inzwischen entnehmen kann 32 oder 37-jähriger) Mann entgegen.
Er trug eine gelbe Jacke und sah ganz normal aus, außer, dass er offensichtlich nicht mehr ganz nüchtern war. Er meinte zu uns, wir sollten auf keinen Fall da hingehen, die Leute müssten alle verrückt geworden sein. Er war anscheinend zufällig in der Nähe gewesen, als die Schüsse fielen.

Seine gelbe Jacke hatte am rechten Ärmel, auf Höhe des Oberarms einen kleinen Riss. Ich fragte ihn, ob er was abbekommen habe. Er meinte verneinte. Ich deutete auf den Riss am Ärmel und wollte wissen, ob der schon länger dort sei. Erschrocken stellten wir fest, dass er wohl von einer Kugel gestriffen worden sein musste und waren alle erleichtert, dass er nicht mehr abbekommen hatte.
Doch damit lagen wir falsch – wie in einem schlechten Film! Genauso fühlte ich mich auch…
Ein paar Sekunden später tropfte eine Menge Blut seine Hand entlang. Wir zogen ihm in Windeseile die Jacke aus und der Angeschossene geriet langsam aber sicher in Panik, was den Blutfluss wohl noch verstärkte, wie es schien. Ich wählte nochmal die Notrufnummer, aber diesmal 112, um die Schussverletzung direkt beim Rettungsdienst melden zu können, damit dem Mann so schnell wie möglich geholfen wird.

Zwei junge Damen und einige weitere Passanten kamen hinzu. Wir setzten den Mann auf den Boden, so dass er sich mit dem Rücken an eine Säule lehnen konnte. Jemand riss einer der Frauen ihren Schal vom Hals und band damit den verletzten Arm ab. Wir zogen den Knoten so fest wie möglich, um den Blutfluss zu drosseln, denn in der Zwischenzeit hatte sich neben dem Mann schon eine Blutlache auf dem Boden gebildet. Der Verletzte wurde immer hysterischer und verlangte einen Notarzt. Ich konnte ihn ein wenig beruhigen und sagte ihm dass bald Hilfe kommt.

Endlose Sekunden vergingen… Doch man muss sagen, dass es ziemlich schnell ging bis die Polizei kam. Bereits ungefähr 3 Minuten nach meinem Notruf war die Polizei schon zur Stelle.
Die ersten Wagen fuhren uns vorbei, direkt zum Hauptschauplatz. Ich stand halb auf der Straße und gestikulierte zu den folgenden Wagen, damit einer stehen bleibt, um dem Mann Erste-Hilfe zu leisten. Irgendwann hielt endlich einer. Ich zeigte den Beamten den etwas abseits sitzenden Mann und beschrieb die Situation.
Man merkte, dass auch die Polizisten etwas überfordert waren und ihre Rückfragen zeigten, dass auch sie erstmal begreifen mussten, was geschehen war. Schießerei? Bonn? Passt irgendwie nicht… Da ist man auch als Polizist erstmal perplex, ich finde hier kann man dem Freund & helfer keinen Vorwurf machen, sind auch nur Menschen.

Doch dann kam der Brüller:
Einer der beiden Polizisten, ein etwas untersetzter Mann mit freundlichem Gesicht, ging zurück zum Auto, um den Verbandskasten zu holen. Ich sah ihn wild im Kofferraum kramen und hörte ihn bald darauf laut fluchen. Er kam wieder zurück zu uns und meinte als Antwort auf meine fragenden Blicke:
„So eine Scheiße! Das kann doch gar nicht wahr sein!!! Tagtäglich nehmen wir den Leuten ihr hart verdientes Geld ab, damit sie das Zeug immer im Auto dabei haben und jetzt hat noch nicht mal die Polizei Verbandszeug mit!“.
Ich entgegnete, dass wir ja immerhin noch Glück hätten, dass es „nur“ eine mittelschwere Verletzung ist und er sagte zu mir, so leise dass nur ich es hören konnte:
„Nee du, das geht wirklich mal gar nicht. Ist echt ein Skandal!“
[Anm.d.Red.: Alleine, um diese kleine Geschichte in der Geschichte kundzutun, lohnt sich dieser Blogeintrag!]

Ein paar Minuten später kamen die ersten Krankenwagen, bald darauf auch der Notarzt und jede Minute kam mehr Polizei. Da die beiden Beamten noch mit dem abseits sitzenden, angeschossenen Mann beschäftigt waren, ging ich zur Fahrbahn, um einen der Rettungswagen zu uns zu losten. Mir war bewusst, dass beim Tiefenrausch wohl noch weitere und vielleicht sogar noch schwerer Verletzte sein müssten, weshalb ich den ersten paar Wagen gestikulierend mitteilte, dass sie weiter nach vorne, näher an den Ort des Schusswechsels fahren sollten und erst den dritten oder vierten Krankenwagen anhielt.

Die Sanitäter versorgten den Angeschossenen, indem sie die Blutzufuhr des verletzten Arms mit Hilfe eines prall aufgepumpten Blutdruckmessgeräts weitgehend stoppten, genau wie wir das zuvor mit dem Schal versucht hatten. Sie versichertem dem Mann, dass er nur leicht verletzt sei, erklärten ihm, dass sie noch weitere Verletzte zu versorgen hätten und dass sich gleich weitere Kollegen um ihn kümmern würden, die schon auf dem Weg zu ihm seien. Dann eilten sie zum Ort des eigentlichen Geschehens und die beiden Polizisten kümmerten sich weiter um den Mann, der inzwischen ein wenig erleichtert schien. Er bedankte sich bei uns für die schnelle Hilfe und dafür, dass wir den Rettungsdienst gerufen hatten.

Meine beiden Freunde und ich standen ratlos da und wir waren alle ziemlich geschockt, über das, was wir soeben erlebt hatten und noch erlebten. Da wir uns inzwischen ziemlich unnütz fühlten, der Mann versorgt war und sich um ihn eine Traube aus ungefähr einem Dutzend Anteil nehmender Menschen gebildet hatte, gingen wir auf die etwas höher gelegene Ebene der Bahnstation, von der man einen besseren Überblick hat. Wir setzten uns auf eine Bank und mussten uns nochmal bewusst machen, was hier gerade geschehen war. Irgendwann kam der nette, untersetze Polizist nochmal und dankte uns für unseren Einsatz. Ich fand das selbstverständlich und nicht der Rede wert.

Der Notarzt, etwa vier oder fünf Krankenwagen und mindestens neun Polizeiautos erleuchteten den Bertha-von-Suttner-Platz mit ihrem Blaulicht-Gewitter und verstopften die doppelspurige Fahrbahn, auf einer Länge von etwa 50 Metern. Das war schon sehr skurril anzusehen:
Der Platz, den man täglich überschreitet, vollkommen im Ausnahmezustand! Und das in einer Stadt, die man sonst eigentlich eher als friedlich und verschlafen wahrnimmt, von der man sich vorher nicht vorstellen konnte, dass sie solche Gewaltorgien hervorbringen kann.
Doch desillusioniert wurde ich schon vor drei Monaten, als ich mir, genau vor der gleichen Diskothek, eine Messerstecherei mit ansehen durfte.

Schon damals hatte ich überlegt, ob ich dieses eher traumatisierende Erlebnis nicht einfach mal niederschreiben sollte, um es dadurch ein wenig zu verarbeiten und meine Erfahrungen mit dem geneigten Leser teilen zu können, habe es dann aber doch gelassen.
Es ist nicht so, dass ich jetzt Nachts schweißgebadet mit Alpträumen aufwachen würde, oder sonstige Anomalien an mir feststellen würde, aber schreiben ist einfach etwas befreiendes, was ich jedem nur empfehlen kann.
Diesmal konnte ich mich nicht länger zurückhalten. Ich hoffe meine Beschreibung des Ablaufs war verständlich und nicht zu detailliert.

Meine Freunde und ich können nur vom Glück reden, dass wir nicht eine Minute früher da waren, denn sonst hätten wir da mitten drin stecken können. Wir waren gerade auf dem Weg nach hause, kurz davor uns voneinander zu verabschieden. Möglicherweise hätte es uns noch auf einen Snack zum „Orient-Express“ verschlagen und wir hätten das Ganze hautnah miterleben dürfen.
Mir hat das so schon gereicht. Das war meine erste Schießerei und ich hoffe es war die letzte derartige Erfahrung.
Eigentlich hatte ich schon nach der Messerstecherei genug gesehen… Ich bin bedient.

Oh Gott, ich bin so froh, dass ich nicht gläubig bin!😉
Ansonsten müsste ich jetzt für immer demütig sein…

Meine Twitter-Updates in der besagten Nacht:

Wurde eben Augenzeuge einer Schießerei in Bonn (Berta-v-Suttner-Pl). War zum Glück ~100m entfernt.

Uns kam ein Unbeteiligter entgegen, der meinte wir sollten da nicht hin gehen. Erst später bemerkte er, dass er am Arm angeschossen war…

Dachte bis vor kurzem eigentlich noch, Bonn wäre kein allzu gefährliches Pflaster. Da habe ich mich wohl getäuscht.😐

Echt Glück gehabt. Wir haben 6-7 Schüsse gehört und konnten uns erst nicht vorstellen, dass es echte gewesen sein konnten.

Vor 2Monaten durfte ich mir im Vorbeigehen, vor genau dem gleichen Club ne Messerstecherei ansehen. Keine Ahnung was da los ist.

Denke […] es liegt […] an kompletter Verdummung! (Ghetto-Boys & Wannabe-Gangsta)

Würde gerne mal wissen in was für ner Parallelwelt die leben.. Obwohl. Lieber doch nicht.

Videos:
„Schießerei vor Bonner Disco“ (WDR Lokalzeit Bonn)

Ein paar Bilder:

Radio:
Heute morgen wurde ich von Radio Bonn/Rhein-Sieg interviewt.
(Mein Radio-Debüt!)

Gekürzte Story + Verbandskasten-Anekdote…

Man merkt ganz eindeutig, dass ich noch etwas verschlafen war. Ich benutze viel zu viele Füllworter, wie „Öh..“, „Äh..“, „Ehm..“, „Fff..“, „Pf..“, „Halt“ und so.. – Naja, egal. Der Rheinländer sagt da „Hätte schlimmer kumme künne!“…😉

Weitere Berichte:
Die verängstigte Souriette, sucht Beistand im Forum von Glamour.de
Verletzte nach Schussabgaben in der Bonner-Innenstadt (Polizeipresse, Erstmeldung)
„Nächtliche Schießerei vor einer Bonner Disco“ (GA-Bonn, Nach Erstmeldung)
Drei Verletzte nach Schussabgaben in der Bonner Innenstadt – Bonner Polizei richtete Mordkommission ein – 32-Jähriger wurde festgenommen
„Schießerei vor einer Bonner Disco“ (WDR, Studio Bonn)
„Schießerei in Bonn: Haftbefehl erlassen“ (Radio Bonn/Rhein-Sieg)
„Schießerei am Bertha-von-Suttner-Platz“ (Hintergrundinfos, GA-Bonn)
– Meine erste Messerstecherei: Polizeimeldung, GA

Piratenkodex:
Piraten zeigen Zivilcourage! (…und das sollte jeder tun!)

50 Antworten zu “Meine erste Schießerei…

  1. Hi Twitgeridoo,
    mit großer Anteilnahme habe ich deinen Bericht gelesen. Tut mir sehr leid, dass du sowas erleben musstest. Ich hoffe sehr, dass du über die Sache gut hinwegkommst.
    Liebe Grüße und alles Gute wünscht lawasch, die immer mit Begeisterung deine tweets liest.

    • Hey Lawasch,

      Vielen Dank für deine Anteilnahme!🙂

      Ist aber nicht so schlimm, wie es sich vielleicht anhört – denke nicht, dass ich irgendwelche bleibenden Schäden davon getragen habe…😉

      Es tat einfach mal gut das Erlebte nieder zu schreiben und dabei nochmal zu rekapitulieren, was mir da widerfahren ist.

      LG, Edward

  2. Wie unglaublich krass. Ich hab ja in HB jedesmal ein mulmiges Gefühl, wenn ich am StuBu und anderen Diskotheken dort vorbei laufe. Gesehen hab ich da bisher nichts aber ich weiß, dass da zumindest früher mal wohl ab und an die Post abging.

    Ich würd bei sowas echt nicht dabei sein wollen. Und ob ich so „locker“ geblieben wäre wie du, weiß ich net.

    Schön ist allerdings die Polizisten-Anekdote. Klar, für’n Verletzten ist das doof, wenn nicht einmal die Rennposten nen Verbandskasten dabei haben aber es ist so herrlich menschlich.

    • Hi Marc

      Naja, ob ich locker war, kann ich nicht sagen.
      Zumindest war ich einigermaßen gefasst und immerhin nicht panisch.😉

      Ja, die Verbandskasten-Story ist echt zum „schießen“!
      Hoho, was für ein tolles Wortspiel…

      LG, Edward

  3. Das ist harter Tobak. Könnte mir so etwas hier in der Gegend kaum vorstellen, kleines Städtchen mit lauter Dörfern drumherum, mehr als Schlägereien sind mir noch nicht bekannt, aber scheinbar kanns wohl doch überall passieren wenn sowas sogar schon in Bonn geschieht.
    Das ist traurig, sehr traurig.
    Ein Lichtblick dabei sind Menschen wie ihr! Du bzw. ihr habt meinen vollen Respekt für diese Aktion. So viele wären an diesen Leuten nur vorbei gelaufen um so schnell wie möglich wegzukommen. Ihr hingegen geht noch näher an den Schauplatz um zu helfen!
    Den Bericht selbst hab ich gelesen wie einen Krimi.

    Schön, wenn du dir damit ein wenig die Seele bereinigen konntest.

    LG ForkingRobert

    • Hi Robert,

      So etwas konnte ich mir in meiner Gegend auch bis Freitag nicht vorstellen. Sowas hört man eher von Großstädten, wie Köln, Berlin oder Hamburg.

      Vielen Dank, aber das was wir gemacht haben, waren Selbstverständlichkeiten. Alles andere wäre, in Form von unterlassener Hilfeleistung, sogar strafbar gewesen.

      Freut mich, dass sich mein Bericht gut liest. Aber das war noch nicht mal beabsichtigt.. Ich habe einfach rekonstruiert was vorgefallen war und das dann an einem Stück herunter geschrieben.

      Viele Grüße,
      Edward

      • ForkingRobert

        Klar sollten es Selbstverständlichkeiten sein, aber gerade weil es eben nichtmehr unbedingt der Fall ist muss man sowas immer wieder loben, damit eventuell mal der ein oder andere dazu ermutigt wird erste Hilfe zu leisten.

        Grüße

      • Danke, danke!🙂

        Vielleicht war das ein Grund, weshalb ich angefangen habe diesen Artikel zu schreiben. Vielleicht wollte ich einfach nochmal drauf aufmerksam machen, wie es geht…

  4. Krass!
    Aber alles richtig gemacht!
    Eine Sache möchte ich aber nochmals hervorheben!: wenn man die 110 wählt, kann es gute 5min dauern, bis überhaupt jemand abhebt, das ist mir am hellerlichten Wochentag in Berlin passiert!
    Bei der Polizei fehlt also mehr als ein Verbandkasten!
    (was lustig-menschlich war in der Story)
    aber insgesamt ein trauriges Bild abgibt!

    • Hallo Mikina,

      5 Min.? Hast du wirklich so lange durchklingeln lassen? Das ist hart…

      Zur Verteidigung der Polizei: Immer wenn so etwas großes passiert, wird die Notrufzentrale auf einmal mit Anrufen bombardiert und man kann halt nicht 10 Leute gleichzeitig abfertigen, denke ich. Aber wenigsten eine allseits beliebte Bandansage à la „Bitte legen sie nicht auf, ihr Notruf wird vom nächsten freien Mitarbeiter entgegengenommen.“ müsste doch möglich sein, oder?

      LG,
      Edward

  5. Das ist echt krass!!Aber super wie du und deine Freunde reagiert habt. Andere hätten das Weite gesucht oder wären nur zum gaffen geblieben. Großen Respekt an Euch.

    • Hey Isa,

      Dankesehr, nicht der Rede wert finde ich.
      Aber du hast leider Recht: Viele wären untätig geblieben, hätten sich nicht verantwortlich gefühlt und einfach nur geglotzt statt zu helfen.😐

  6. Ahoi,

    krasse Geschichte, richtig reagiert – getreu dem Motto: „Ruhe ist die erste Bürgerpflicht.“

    Aber insgesamt trotzdem ein trauriges Beispiel, was in unserer Gesellschaft so abgeht.

    Gruß
    andré

    • Leider hast du Recht. Dieses Beispiel zeigt einem irgendwie, wie groß die Schieflage bereits sein muss…
      Und sowas hat immer tiefere Gründe, als nur eine Auseinandersetzung mit einem Türsteher. Zunächst muss man so krank sein, sich eine Waffe zuzulegen, dann muss man noch kranker sein, um sie mit sich zu führen, und am aller krankesten ist es, sie zu benutzen! Wie tief muss ein Mensch gesunken sein, der einen Scheiß auf das Leben seiner Mitmenschen gibt? Was muss so einem Typen widerfahren sein, damit er so kaltblütig und verrückt wird? Was wäre gewesen, wenn wirklich Menschen gestorben wären? Schon krass.

  7. Krass … interessant, das so aus Deiner Perspektive zu lesen. Entweder ziehst Du sowas magisch an, oder Du bist einfach nur ein Pechvogel.

    Mein „Glückwunsch“, oder wenigstens ein anerkennendes Schulterklopfen für Deine Zivilcourage, dass Du und Dein Kumpel sich um Hilfe bemüht haben.

    Oh man … früher konnte man überall beruhigt hingehen, vielleicht gab’s mal eine Schlägerei, was wohl aber eher eine Rempelei war. Jetzt musst Du um Dein Leben fürchten und fast jedes Mal mit Gewalt rechnen, wenn Du nachts raus gehst. Und das nur, weil jemand nicht in die Disco gekommen ist. Kaum zu glauben, man muß sich wieder die Frage stellen, in was für einer Welt wir heute leben … zum kotzen!

    • Hmm.. Eigentlich habe ich weder das Gefühl ein Pechvogel zu sein, noch besitze ich die Gabe Gewalt anzuziehen. Ich bin ein durchweg friedlicher und mitfühlender Mensch.

      Danke für’s anerkennende Auf-Die-Schulter-Klopfen! Das tut gut..😉

      Nunja, paranoid werde ich jetzt aber sicher auch nicht nach dem Schlamassel. Ich werde weiter Party machen gehen und weiterhin täglich am Bertha-v-S-Pl entlang gehen oder fahren. So schlimm ist es nun wirklich nicht! Das letzte was ich wollte, war Hysterie zu schüren. Das mit der Panikmache können unsere werten Politiker, aus den „etablierten“ Parteien, immer noch am besten…😐

  8. Respekt das ihr weitestgehend Ruhe bewaren konntet. Hab auch schon so ein paar Dinge erlebt, zwar immernur mit Schlägerei aber meine Freunde und ich waren auch immer die einzigen die den Notruf gesetzt haben. Obwohl wir immer die jüngsten am geschehen waren.
    Und du wirst es nicht glauben, aber Messerstechereien und Schießereien gibt es überall, ich wohne in einer sehr kleinen Stadt, Kurstadt, nicht viel Los. Und hier hat es auch beides schon gegeben.

    Lustig find ich aber die Sache mit dem Verbandskasten der fehlt…😉

  9. Das Erlebte aufzuschreiben war auf jeden Fall eine gute Idee – es hilft, die Erlebnisse zu verarbeiten.

    • Dazu habe ich vor ca. nem Monat lustigerweise beim Blutspenden nen Artikel in ner Frauenzeitschrift (Vitallife oder so ähnlich) gelesen, in dem es um „Poesie-Therapie“ ging… Habe ich schon ein paar mal angewendet seit dem. Auch nur für mich. Klappt prima.🙂
      Hört sich jetzt an, als hätte ich mega Probleme, aber das geht auch gut, um den ganz normalen Alltagsstress mit Worten zu ertränken.

  10. Wirklich interessante Geschichte. Ich bin immmer wieder geschockt, dass es so etwas in Deutschland gibt. Eigentlich kennt man so etwas doch nur aus Hollywood-Filmen oder internationalen Großstädten. New York, Rio, Tokyo … aber in BONN?

    Beeindruckend, dass Du in dieser Situation den Kopf behalten hast!

  11. Total krasse Geschichte. Das wünscht man keinem so etwas erleben zu müssen.
    Hast super reagiert. Respekt. Ich wünsche dir, dass es die letzte Aktion dieser Art für dich bleibt. Braucht kein Mensch.

  12. Weia, eine unangenehme Geschichte. Ich finde deine Hilfeleistung äussert lobenswert, das ist _nicht_ selbstverständlich, zumindest im Blickwinkel vieler Mitbürger. Sofern ich etwas für dich tun kann, dann melde dich einfach.

    Ich wünsche dir weiter alles erdenklich Gute.

    • Hey,

      Leider hast du Recht: Viele Mitmenschen wären in so einer Situation passiv und abwartend geblieben. Es sollte aber für jeden eine Selbstverständlichkeit sein sich so zu verhalten. Ich bin halt ein Idealist und habe immer das Gefühl, dass ich durch meine Initiative etwas bewegen kann und zwar in jeder Hinsicht, egal ob im „realen“ Leben oder „virtuell“! Ich kann nicht einfach nur zugucken, ich will immer mitmischen. Das ist auch meine Motivation mich politisch zu engagieren… Ich denke halt, dass jeder seine Umwelt beeinflussen kann und dass man das im positiven Sinne nutzen sollte.

      Vielen Dank für dein Angebot. Aber mir geht es gut.
      Es gibt Leute, die nach dieser Schießerei wirklich für ihr Leben traumatisiert sein werden.
      Gestern war ich beim Dönermann, den man oben auf den Bildern sehen kann, der seinen Laden direkt neben dem Club wo das passierte hat. Dort habe ich eine Unterhaltung mit dem Inhaber und einem Taxifarer geführt, die so wie ich beide live dabei waren und das sogar noch aus nächster Nähe. Der Dönerladen-Besitzer erzählte, wie drei junge Mädchen in den Laden gestürmt kamen und verlangten sofort im Keller in Sicherheit gebracht zu werden. Nachdem die Schießerei vorbei war, haben sie sich trotzdem erstmal für ca. eine halbe Stunde nicht raus getraut, auch nachdem er ihnen versicherte, dass die Polizei jetzt da wäre und alles sicher sei. Eine der Mädchen konnte nicht mehr aufhören zu weinen und zitterte am ganzen Körper, wie bei einem epileptischen Anfall, meinte der Dönermann. So eine Angst hatten sie…
      Der Taxifahrer stand mit seinem Auto mitten in der Schusslinie und sah, wie zwei Mädchen sich umklammerten und auch nach den Schüssen, wie erstarrt noch einige Minuten regungslos so verharrten..

      DAS sind die Menschen, denen unser tiefstes Mitgefühl gehört, finde ich! Unschuldige Leute, die das aus nächster Nähe erleben mussten und wahrscheinlich das erste Mal in ihrem leben echte Todesangst hatten.
      Immerhin waren bald auch Notfallseelsorger da, doch wirklich viel ausrichten können die auch nicht…

      Beste Grüße,
      Edward

  13. Ich wurde gerade neulich erst darauf hingewiesen, dass der Grund, warum es eine Weile dauert, bis sich unter 110 jemand meldet, der ist, dass dies keine ausschließliche Notrufnummer, sondern zusätzlich der ganz normale Polizeiruf ist! Unter der „echten“ Notrufnummer 112 hingegen soll angeblich ein Kontakt extrem schnell hergestellt werden (ich muss mir verkneifen, das einfach einmal auszuprobieren).

    So tröstlich ich es auch finde, dass ich offenbar nicht der einzige bin, der noch an 110 gewöhnt ist, so bedenklich finde ich es, dass die 112 als neuer Notruf nicht viel stärker im allgemeinen Bewusstsein verankert ist!

    • Hallo Andreas,

      Das war mir auch neu…
      Ich dachte 110 wäre der Polizeinotruf und 112 wäre die Notrufnummer für Rettungsdienst und Feuerwehr.
      Sollte doch eigentlich beides gleich hohe Priorität haben und man sollte bei beiden Nummern innerhalb von höchstens 10 Sekunden jemanden dran haben, denke ich.

      Wikipedia definiert 110 als „Notruf“ und 112 als „Euronotruf“. Demnach löst die 112 die 110 langsam ab und ist die „bessere“ Notrufnummer… Außer Deutschland gibt es die 110 auch noch in China, Japan, Norwegen und der Türkei.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Euronotruf
      112: „Unter dieser Rufnummer ist eine Leitstelle zu erreichen, die je nach Notfall die zuständigen Organisationen wie Polizei, Rettungsdienst oder Feuerwehr alarmiert. Die Leitstellen sollen in der Lage sein, Notrufe in verschiedenen Sprachen bearbeiten zu können.“

      http://de.wikipedia.org/wiki/Notruf
      Das finde ich ja echt mal verrückt:
      „[…] Demnach können Notrufe an die Nummern 110 und 112 künftig nur noch von Handys abgesetzt werden, in denen eine aktive SIM-Karte steckt.“ <- Geht ja mal gar nicht!

      Es ist schon sehr bedenklich, dass niemand das weiß (bzw. nur sehr wenige), dass 112 die "neue" allgemeine Notrufnummer ist. Das müsste wirklich mal besser kommuniziert werden…

      Viele Grüße,
      Edward

      • Das mit der 112 als „Notruf“-Nummer ist mir bekannt, aber 110 ist eben als Polizei Rufnummer bekannt, und wenn ich nunmal einen Polizisten sprechen will ruf ich die 110 an, und der hat gefälligst auch rasch ans Telefon zu gehen. Aber die sind so, wie gesagt ich habe auch mal als einziger mit einem Freund bei ner Schlägerei eingegriffen (ein Mann hat mitten in der Nacht vor einem Kino seine Freundin zu Boden geschlagen). Nunja haben eben auch bei 110 angerufen, der wollte gar nicht wissen was los ist, der wollte nur wissen von wo aus ich anrufe und hat mich dann an die Polizeistelle in meinem Heimatort verbunden. Und die waren auch nicht viel schneller…

  14. ja, für mich ist das auch neu mit der „112“ statt „110“, also wieder was gelernt! Das beruhigt mich irgendwie, denn es war für mich erschütternd in einer Not-(Bedrohungs-)Situation minutenlang nur ein Freizeichen zu hören…

  15. Sehr schöner Bericht, gut zu lesen, gut reinzuversetzen.
    Auf das Erlebnis kann wohlmöglich jeder verzichten…

  16. Krasse Sache. Bei dem Unfall wo ein Autofahrer in den Mendener Schützenumzug gerast ist, war ich auch ziemlich nah dran, weil wir ein paar hundert Meter die Straße rauf gewohnt haben. Ich habe zwar nichts gesehen oder so, aber die Stimmung im Viertel war sehr gedrückt und von Fassunglosigkeit geprägt. Wie muss es erst für die gewesen sein, die es mit ansehen mussten.

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  18. hallo ich find es schade das der 32 jährige in u haft gekommen ist weil der 32 jährige schütze aus notwehr gehandelt hat nachdem die kriminellen türsteher ihn fast TOT geprügelt haben. aslo nach mein wissen sind die türsteher solche leute das die da stehen um nur STRESS zu machen auf gut deutsch gesagt weil sie mir ohne grund auch mal die nase gebrochen haben.

    • Hallo Markus,

      Hmm.. Eine sehr provokante These.

      Ich meide Tiefenrausch & Schwarzlicht nicht ohne Grund, wie der Teufel das Weihwasser.

      Du kannst mir aber nicht erzählen, dass du gerade ernsthaft versuchst den Schützen in Schutz zu nehmen! Das ist einfach nur krank… Das war bestimmt keine Notwehr im rechtlichen Sinn, auch wenn ich mich da nicht auskenne. Notwehr findet bestimmt nicht mit Waffengewalt statt und bestimmt nicht so, dass unschuldige in Gefahr gebracht werden ihr Leben (!) zu verlieren!

      Sicher ist: Ich habe auch gesehen, wie ein bulliger, glatzköpfiger Mann, den ich für einen Türsteher halte, jemanden ohne Ende brutalst getreten hat, der bereits auf dem Boden lag (vermutlich war es der Schütze). Deshalb habe ich mich auch als zeuge gemeldet, ich möchte nämlich nicht, dass dieses „Detail“ untergeht bzw. unter den teppich gekehrt wird, nach dem Motto „das Schein hatte es ja auch verdient…“.

      Die Türsteher-Mafia vom Bertha-von-Suttner-Platz ist leider auch nicht gerade für ihre Friedfertigkeit bekannt. Das sind selbst alles Kriminelle (Drogendealer, Schläger, Menschenhändler, Zuhälter & Waffenschieber – eben einfach nur asozial diese Menschen)! Wer weiß, vielleicht hatte da jemand noch eine schmutzige Rechnung offen… Kann ich mir gut vorstellen, bei diesem Menschenschlag.

      Trotzdem, um das nochmal zu bekräftigen:
      NICHTS rechtfertigt eine Schießerei, bei der Unbeteiligte in Lebensgefahr gebracht wurden!

      Btw: Deinen 2. Kommentar (zum Foto), habe ich entfernt, da er den selben Inhalt hatte, wie dieser.

      Bitte überdenke deine Sichtweise noch einmal…

      Gruß,
      Edward

      • IANAL

        „Notwehr findet bestimmt nicht mit Waffengewalt statt“

        Das scheint mir eine gewagte, eigentümliche, und durch die Gesetzeslage nicht grundsätzlich gedeckte Aussage zu sein.

        Davon unbenommen finde ich es unsinnig, piratisch freie Kommunikation zu fordern, und nicht gleichzeitig für das right to keep and arm bears einzutreten.

      • Ich trete keineswegs für das „right to keep and arm bears“ ein, da musst du etwas falsch verstanden haben.

        Das „Notwehr findet bestimmt nicht mit Waffengewalt statt“ dir als eine gewagte, eigentümliche und durch die Gesetzeslage nicht grundsätzlich gedeckte Aussage erscheint, halte ich auch für eine eigentümliche, gewagte Aussage.😉

      • Achtung, bitte genauer lesen: Ich habe keineswegs geschrieben, dass Du für Bewaffnung eintrittst. Ich habe geschrieben, dass ich die piratische Ablehnung von Netzzensur bedenklich finde, solange sie nicht mit dem Recht auf persönliche Bewaffnung einhergeht (i.S.v. Schusswaffen und CCW).

        Zu dem anderen … nun, das kannst Du gerne für merkwürdig halten, bis die Kühe heimkommen, aber nachdem Du bereits sagtest, dass Du da keine Ahnung hast, weiß ich nicht so recht, wieviel ich darauf geben mag.🙂 In dubio einfach mal an geeigneter Stelle Notwehr (und von mir aus auch gerne Notwehrexzess) nachlesen?

      • Vielleicht erklärst Du uns einmal, wieso da ein Zusammenhang sein sollte? Das liest sich genau so sinnvoll wie „Wer Steuersenkungen für Besserverdienende fordert, der muss konsequenterweise auch für höhere Schadstoffgrenzwerte bei der Trinkwasserbelastung einstehen“, oder „Auslandseinsätze der Bundeswehr sind ausschließlich dann zu rechtfertigen, wenn gleichzeitig ein striktes Abtreibungsverbot durchgesetzt wird“, oder von mir aus auch „Um den Klimawandel zu bekämpfen, ist eine Deckelung der Gehälter im Profifußball zwingend erforderlich!“

      • Bedenklich finde ich es, wenn man die „piratische“ Ablehnung von Netzzensur bedenklich findet… (super Satz)

      • hallo edward

        also was ich noch sagen wollte ist in vielen fällen ist notwehr auch mit einer waffe oft vorgekommen obwohl sogar menschen mit eine pistole einen niederschiest und auch ums leben kommt. notwehr find ich wenn man fast tot geprügelt wird und dann keine andere chance hat auser abzudrücken. mal ne frage hast du gesehen das die kriminellen türsteher den 32 jährigen schützen erst geschlagen haben bevor er geschossen hat oder war es umgekehrt?

        PS man hört von vielen leuten das der verhaftete schütze schon in der disko drin war und rausgelockt wurde dann niedergeprügelt wurde weshalb weis ich nicht vieleicht wurden die ja auch von jemanden bezahlt ihn fast tot zu prügeln. zutrauen würd ich es ihenn so eine tat begannen zu haben weil die so krimenell sind wie du schon geschrieben hast zuhälter drogendealer usw bitte schildere mir ma bitte ob er erst geschlagen wurden ist dann geschossen wurde. danke gruss

        markus

  19. Hi Twitgeridoo,

    ich wohne in der nähe von Hamburg und bin oft zum feiern auf dem Kiez zu gange. Gott sei Dank habe ich soetwas noch nicht miterleben müssen (Weil du ja geschrieben hast, das kennt man sonst nur aus Großstädten wie ..,..,HH,usw)!

    Ich wäre garantiert nicht so „ruhig“ geblieben.
    Und auch wenn du sagst: Es ist eine Selbstverständlichkeit. Das ist es eigentlich ganz und gar nicht, zumindest für die meisten Menschen nicht.
    Es ist immer wieder erschreckend zu sehen wie unsozial „wir“ doch geworden sind. Es muss ja nicht einmal die große Schießerei sein, selbst bei kleineren Delikten, wie z.B bei Handtaschenraub, wird einfach nur feige weggeschaut. So ganz nach dem Motto: „Was gehen mich die Sorgen anderer an..“

    Meinen Respekt hast du also eindeutig verdient!
    Und jeder der das hier liest sollte sich vllt einmal eine Scheibe davon abschneiden.🙂

    Liebe Grüße,
    Clausy

    • Ach, so ruhig wie sich das jetzt hier vielleicht liest, bin ich gar nicht geblieben, aber vielen Dank.🙂

      Genau, die meisten Leute schauen einfach weg (oder sogar zu), doch machen nichts! Stehen da, glotzen, fühlen sich unbeteiligt, denken sie wären machtlos, wollen sich nicht die Hände schmutzig machen, sind desinteressiert, abgestumpft, teilnahmslos, feige.

  20. Hey…….
    ich bin eine der jungen Damen die den Mann mit den Schal Erste Hilfe leisteten:)Die blonde falls der Schreiber sich noch dran erinnern kann. Ich kann mich nämlich nicht mehr an SIE erinnern….jedoch ist der Bericht recht wahrheitsgemäß beschrieben. Und wir teilen das selbe Schicksal mit einer ähnlichen Vorgeschichte. Das sie bei der Polizei nicht durchkamen lag daran, dass ca 30 Leute dort versucht haben durchzukommen. Ich hatte das Glück um kam um 2.10 Uhr direkt durch allerdings war man schon vollstens informiert.
    Ich hatte das Glück und habe es nicht schwer gehabt das Ganze zu verarbeiten, hoffe in der Zukunft wird es keine Nachwehen geben…..wünschen IHNEN noch viel Erfolg bei der Verarbeitung und das es ihre ERSTE u LETZTE Schießerei war!!!

    • Interessant, dass sich so spät noch eine Augenzeugin meldet. Freut mich, dass mein Bericht einigermaßen wahrheitsgemäß gelungen ist. Ich habe keine seelischen Schäden davon getragen, mir geht es bestens, aber trotzdem danke für das Mitgefühl. Ich kann mich auch an sie und an keine der anderen beteiligten Personen mehr erinnern…

  21. Ich lebe nun schon seit gut 20 Jahren in Bonn. Damals war Tannenbusch ein Viertel, in das man sich nachts als Frau nicht hätte verlaufen sollen… Ich hatte Kontakt mit so mancherlei Leuten aus diversen Schichten und schon damals zeichnete sich ab, wohin wir uns als Gesellschaft entwickeln und welche Subkultur sich anbahnt.

    Die Tatsache an sich schockt mich dennoch, dass das organisierte Verbrechen selbst Einzug ins Bonner Zentrum hält. Vielleicht sollten wir uns alle miteinander Gedanken darum machen, wohin wir geraten als Gesellschaft und was die Ursprünge dessen sind, dass man sich mittlerweile am Bertha nur in ein Café für ein paar Stunden zu setzen braucht, und sich klanglich vorkommt wie in den Staaten – durchzogen von einer Sirene nach der anderen -.

    Ich finde diese Entwicklung sehr traurig, Teil von Verdummung und Ohnmacht darüber, dass es niemanden was anzugehen scheint. Weder fühlt sich Politik verantwortlich, geschweigedenn unternimmt wirklich fundierte Maßnahmen, um dem Allem entgegen zu treten. Deshalb umso mehr Zivilcourage gefragt!

    Das eine Bonner Polizei damit überfordert ist, kann ich als abschwächendes Merkmal nicht ganz so hinnehmen, spätestens als in Sankt Augustin der Amoklauf stattfand….

    Die ganze Welt schreit „Terrorismus“ wo sie geht und steht, und wir glauben, so vermessen sein zu können, dass Bonn ewig „Bonn“ bleibt?

    Werdet wach, handelt und klärt auf.
    Darin sehe ich die einzige Chance, bewusst zu machen, was passiert.

  22. Pingback: Meine erste Internierung | Twitgeridoo!

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