Ach wie schön…

Muss mich mal kurz freuen…🙂

In einem dieser (a)sozialen Netzwerke, habe ich etwas sehr befriedigendes auf der Pinnwand der Piratenpartei gelesen:

█████ ██ schrieb am 29.04.2010 um 22:43 Uhr:

Was lese ich da gerade? Die Piratenpartei steht mit ihrem Wahlprogramm 2010 u.a. tatsächlich für folgende Thesen?

– Es sollen mehr Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im öffentlichen Dienst beschäftigt werden.

– Das Land soll Kulturprojekte von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte weiterhin fördern.

– Ausländerinnen und Ausländer, die bereits seit vielen Jahren GEDULDET in Nordrhein-Westfalen leben, sollen ein dauerhaftes Bleiberecht erhalten.

– In Nordrhein-Westfalen soll der Bau von Minaretten NICHT verboten werden.

War bisher ein großer Freund der Piratenpartei… aber nach dem ich das jetzt lese, scheint diese Partei bis auf Themen wie IT/Computer/Staatsüberwachung keine Ahnung zu haben, was die breite Masse der deutschen hier will…

ADIOS Piraten… MIt dieser Einstellung bzw Programm, seid ihr mich los!!!!

Muhaha.. Byebye!😀

Wir brauchen zwar eigentlich jede Stimme, aber auf verirrte Pro-NRW-Sympathisanten können wir echt verzichten.

UPDATE 4.5.
Am 6.Mai kommt ProNRW nach Bonn, was wir uns natürlich nicht tatenlos ansehen werden!

16 Antworten zu “Ach wie schön…

  1. Huch, da is ja wieder der Herr Rassismus @_@
    Solche Leute sind doch echt das Letzte ûu

  2. Ja, es gibt immer noch Menschen, die nicht wissen, dass Piraten für Toleranz, Gleichberechtigung und Internationalismus stehen. Aber es werden immer weniger. Außerdem wissen wir jetzt auch, was die „Junge Freiheit“ für eine Gazette ist… 😉

    • Toleranz und Gleichberechtigung soll nicht zu der gezielten Bevorzugung einzelner Menschengruppen führen. Die Forderung nach einer „Ausländerquote“ halte ich ebenso wie die nach einer „Frauenquote“ für falsch und kontraproduktiv.

  3. Es ist immer wieder spannend zu sehen, dass es immer wieder Menschen gibt, die glabuen deren Meinung sei die Meinung der meisten Deutschen.

    Auf diese Stimme verzichten die Piraten gerne.

  4. Wundert mich, dass es noch nicht gelungen ist, einen BuVo aus der Partei zu schmeißen, der dieses Wahlprogramm in seinem Blog ständig öffentlich konterkariert.

    Danke, dass die NRW Piraten in Ihren Positionen klare Kante zeigen, aber ohne Ausschlußverfahren gegen S. König VOR der Wahl sind die Piraten leider auch unwählbar.

    My 0,2 Cent

  5. Wenigstens scheint █████ ██ sich selbstständig zu informieren. Bleibt also noch Hoffnung für ihn/sie🙂

  6. Migrantenquoten im öffentlichen Dienst finde ich auch doof und kontraproduktiv. Hier wird das tatsächlche Problem, welches im Bildungsbereich zu finden ist, übergangen.
    Frauen-/Ausländerquoten sind imo nicht vereinbar mit einer Partei die sich „Freiheit“ auf die Fahne schreibt.

    Besonders das Bleibericht finde ich aber super !

    • Sinn und Zweck dieser Migrantenquoten ist es, auch Leute in den Jobs zu haben, die aus dem entsprechenden Kulturkreis kommen und so deren Eigenarten besser verstehen. Oft sind es winzige Details, die hier eine sehr große Wirkung erzielen. Bisher sind diese Leute deutlich unterdurchschnittlich vertreten. Da sehe ich auch den Unterschied zu einer Frauenquote, die oft _nicht mehr_ erforderlich ist.

      • Dem Stimme ich zu, aber eine Quote ist für mich etwas anderes.
        Aus einem fremden Land stammen kann in vielen Fällen als zusätzliche Qualifikation gelten, wenn es im entsprechenden Berufsfeld hilft.

        Eine Quote bedeutet für mich aber dass es pro Unternehmen/Ministerium (etc) X% „Migranten“ geben muss. Das lehne ich entschieden ab.

  7. Quoten an sich sind in meinen Augen schon „de-emanzipierend“, wenn man mir diese Wortschöpfung gestatten möchte.

    Als bekennender Geek gilt für mich nur ein Kriterium: Die Qualifikation!
    Und wenn der am besten geeignete Kandidat eine offen homosexuell lebende Muslima aus dem Sudan ist, so what?

    Wie heißt es doch so schön im Hacker Manifest (dem einzigen Glaubensbekenntnis dem ich folge):
    „Wir existieren ohne Hautfarbe, ohne Nationalität, ohne religiöse Vorurteile…“

  8. Kinnings, wer redet denn hier was von Quote? Wo steht Quote? Kann das mal jemand quoten?

    Da steht im Wortlaut lediglich: „Es sollen mehr Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im öffentlichen Dienst beschäftigt werden“ … also nix Quote.

    Und was die Gleichstellung des Menschen in der Gesellschaft betrifft … womit verbohrte Menschen nie klarkommen … Piraten waren in dieser Hinsicht schon historisch so eingestellt, daß der Mensch selber im Vordergrund steht.

    Man lese dazu auch: http://en.wikipedia.org/wiki/Bartholomew_Roberts (natürlich nicht auf deutsch …)

    „A total of 272 men had been captured by the Royal Navy. Of these, 75 were black …“

  9. @Otznoff – man hat bei der PP wegen dem kurz bevorstehenden BPT auf ein Parteiausschlussverfahren verzichtet. Es gab durchaus viele Anträge für ein solches aus den Landesverbänden, doch erledigt sich die Sache meines Erachtens am kommenden Wochenende sowieso von selbst. Wozu also eine zusätzliche bürokratische Keule schwingen, wenn sich das Problem basisdemokratisch und transparent von alleine löst. Man stelle sich vor, bei einer konservativ christlichen Partei, wie es sie in Deutschland durchaus geben könnte, müßte man quasi immer dann Parteiausschlussverfahren anstreben, wenn Amtsträger deren Moralvorstellungen oder Gesinnung entgegen handeln. Unter diesem Aspekt dürften Leute wie Rüttgers, Koch, Kohl, Schäuble, Seehofer u.v.m. eigentlich nicht mehr in ihrer Partei verweilen. Oder anders formuliert – welche Partei wäre denn unter diesem Aspekt überhaupt noch wählbar?

  10. ich sehs auch anders. diese menschen sollen sich stärker integrieren. dann spricht auch nix gegen eine zunahme im öffentlichen dienst oder sonst wo. meine teil-erfahrung ist, daß diese oft nicht willig sind deutsch zu lernen. oder sehr stark auf IHRE kultur pochen. das finde ich auch nicht ok. miteinander ist wichtig. und ja, „nur“ der mensch zählt. das sollte aber auch für die andere seite gelten. gleichberechtigung für ALLE. nicht einen mit migrationshintergrund einstellen, damit man eine „quote“ erfüllt. das ist auch falsch. und die leute, die zu uns kommen, sollten sich mehr an unserem leben und unserem land anpassen. ich bin hier geboren. und ich hab nix gegen neues und fremdes. aber auch die, die hier her kommen müssen sich einfügen, sonst kann es nicht klappen. wir müssen doch nicht alles hinnahmen. die müssen schon auch was tun. dann ist auch alles super. oder nicht? ich kann doch nicht nur verlangen daß sich die einheimischen bemühen. wenn ich wo fremd bin, füge ich mich den dort geltenden regeln. seis bei einem kumpel zu haus oder im urlaub in einer fremden kultur. und wenn sich die asiaten verbeugen tu ich das auch. aber nicht in meinem land. hier gibt man sich die hand. und in diesem sinne sollte eine INTEGRATION stattfinden. von beiden seiten her. sonst müssen wir uns bald integrieren🙂
    außerdem bin ich generell gegen religionen. nur so am rande. was brauchen wir neue „kirchen“ überhaupt? ich will weder einen tempel noch eine mosche oder so haben. kann doch jeder in seinem keller machen. warum müssen dann noch andere behelligt werden? also, keine neubauten. von niemand. muß reichen, was da ist.

  11. Hier nochmal ein Beispiel dafür wie es man NICHT machen sollte: http://www.welt.de/politik/deutschland/article7464856/Berlin-will-Migranten-per-Gesetz-bevorzugen.html
    Entwürdigendende Politik die im endeffekt garnichts besser machen wird.
    Dafür wird man sich jetzt bei jedem Migranten fragen müssen ob er den Job bekommen hat weil er wirklich fähig ist oder weil eine Quote verbessert werden soll.

    Währenddessen werden die freien Plätze in den Gymnasien verlost…

  12. @SenorNiceGuy
    Genau das meinte ich mit Quote, fand den Artikel nur nicht😉

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