Monatsarchiv: September 2010

Aufruf an alle Atomkraftgegner: Offizielle Petition mitzeichnen und verbreiten!

Nachdem ich meine Gefolgschaft auf Twitter nun schon seit Tagen damit nerve, wird dies meine vorerst letzte Wortmeldung zu dem Thema sein. 😉

Ich habe ja vor kurzem erst geschrieben, dass ich der Meinung bin, dass wir jetzt mal alle an einem Strang ziehen müssen, um der offiziellen Bundestagspetition für einen planmäßigen Atomausstieg 2023 über die Hürde von 50.000 Mitzeichnern zu helfen.

Die Zensursula-Petition mit ihren 134.000 Unterstützern, hat ja gezeigt, dass eine geglückte Petition zu einer breiten Öffentlichkeit führen kann, was im Endeffekt immerhin zur Aussetzung des Netzsperren-Gesetztes und zu einer Anerkennung der Forderung „Löschen statt Sperren“, geführt hat.

Eine viel gezeichnete Petition kann dazu führen, dass wenigstens einige „Leitmedien“ darüber berichten und dass (mit viel Glück) sogar ein paar Politiker die Meinung des Volkes wieder etwas ernster nehmen.

Deshalb bitte ich euch ein letztes Mal:
Zeichnet die Petition gegen Laufzeitverlängerung, verbreitet sie so gut es nur geht (persönlich, per Mail, Facebook, Twitter, VZ, etc) und bittet auch eure Freunde sie weiter zu verbreiten!

Da Menschen in der Regel recht faule Geschöpfe sind, habe ich euch mal etwas Arbeit abgenommen (ja, auch ich bin „energieeffizient“ und habe einfach hemmungslos, bei Campact, Avaaz, LobbyControl und Co abgekupfert.. ;)):

Hey,

Vielleicht hast du es ja noch nicht mitbekommen:
Es gibt neuerdings eine offizielle Petition an den Bundestag, gegen die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken. Möglicherweise hast du schon bei irgendeiner anderen Aktion gegen den „Ausstieg aus dem Ausstieg“ unterschrieben, doch diese Petition ist wirklich wichtig und auch sie braucht deine Unterstützung! Es werden nämlich 50.000 Unterschriften benötigt, damit es zu einer öffentlichen Anhörung vorm Deutschen Bundestag kommen kann. Damit wäre zwar noch nicht viel erreicht, aber immerhin würde es das deutliche Signal setzen, dass uns die haarsträubende Hinterzimmer- & Lobbypolitik der Bundesregierung nicht egal ist.

Bitte melde dich im Petitionsportal des Deutschen Bundestags an, falls du dort noch keinen Account hast und werde Mitzeichner der Petition für die „Einhaltung der Verträge zur Abschaltung der Atomkraftwerke bis zum Jahr 2023“:

http://j.mp/9pICaX

Falls du dich fragst „Warum sollte ich diese Petition mitzeichnen?“, hier ein paar Hintergrundinfos:

Hinter verschlossenen Türen hat Kanzlerin Merkel in einem Geheimvertrag ein neues Energiekonzept vereinbart, welches auf die Atomlobby maßgeschneidert ist.

Sie nennt es eine „Energie-Revolution“, doch in Wahrheit ist es ein gewaltiger Erfolg für die Profite der Atomkonzerne und ein riesiger Rückschlag für wichtige Investitionen in erneuerbare Energielösungen und den Klimawandel.

Die Unterstützung der Bevölkerung für die Regierung ist gering – Wenn jetzt also genug von uns diesen Skandal aufdecken und wir unseren Protest kundtun, könnte der Wille der Bürger siegen und die Atomlobby so alt aussehen lassen, wie ihre störanfälligen Meiler.

Doch wir sind in einem Wettlauf mit der Zeit – die Regierung wird ihr endgültiges Konzept noch diesen Monat beschließen und das auch noch unter Umgehung des Bundesrats! Die Zeit läuft: Am 28. September soll das Bundeskabinett darüber entscheiden.

Bitte unterzeichne diese dringende Petition – sobald 50.000 erreicht sind, ist der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags gezwungen eine öffentliche Anhörung anzuberaumen. Nur mit einer ausreichenden Unterstützerzahl können wir sicherzustellen, dass unsere Stimmen gehört werden.

Es ist an der Zeit, dass die Meinung der Deutschen Bevölkerung zum AKW-Ausstieg endlich respektiert wird!
Für eine nachhaltige Energieversorgung muss viel konsequenter in erneuerbare Energien investiert werden, statt die Sicherheit der Bürger und die Zukunft unseres Landes, für die Interessen der Atomlobby zu opfern!

Weitere Informationen, weshalb es sich lohnt gegen „Urangela“ zu Felde zu ziehen, finden sich u.a. bei Campact
http://j.mp/9B9g3H und LobbyControl http://j.mp/cCTmxs

Ich hoffe ich konnte dich überzeugen. Falls ja, dann leite diese Nachricht bitte an deine Freunde weiter, damit möglichst viele davon erfahren.

Advertisements

Wir müssen unsere Kräfte bündeln! – Ein spätsommerlicher Appell…

Zwei Drittel der Deutschen sind gegen eine Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke, doch die Bundesregierung ignoriert diesen Umstand komplett. Stattdessen schmiedet man in Hinterzimmern geheime Verträge mit der Atomindustrie, die einzig und allein der Profitmaximierung der Atombranche dienen und komplett am Willen eines Großteils der Bevölkerung vorbei gehen.

Ich möchte hier aber jetzt nicht darauf eingehen, warum wir so schnell wie möglich aus der Atomkraft aussteigen sollten und warum es einer konsequenten Wende, hin zu erneuerbaren Energien bedarf. Vielmehr möchte ich hiermit dazu aufrufen, dass wir unsere Kräfte (ich beziehe mich im Folgenden vor allem auf das Internet) effizienter nutzen und besser kanalisieren sollten. Dazu kann jeder Einzelne beitragen, denn jeder hat eine Stimme – man muss sie einfach nur mal nutzen und dabei am besten auch noch „richtig“ einsetzen! Dass wir gemeinsam großen Druck auf die Politik ausüben können, hat zum Beispiel die legendäre Zensursula-Petition gezeigt.

Neuerdings liegen virtuelle Unterschriften-Aktionen voll im Trend. Ob Atomausstieg, Netzneutralität, Stuttgart21 oder ACTA – für alles gibt es die passende Online-Protestkampagne, in der Regel mit der Möglichkeit seine digitale Signatur als Zeichen der Unterstützung drunter zu setzen.

Meistens gibt es sogar mehrere Initiativen zu einem Thema. Und genau darin liegt das Problem – die tragische Vergeudung von ungeheurem Potential zur politischen Einflussnahme. Im Dschungel der Aktionen fällt es oft schwer den Überblick zu behalten, um Relevantes und Sinnvolles heraus zu filtern. So passiert es leider allzu oft, dass wirklich Unterstützenswertes unbeachtet bleibt – damit meine ich ePetitionen an den Bundestag, bei denen man mit 50.000 Mitzeichnern eine öffentliche Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Bundestags erwirken kann, wie Franziska Heine mit ihrer Petition gegen Netzsperren eindrucksvoll beweisen hat.

Beim Thema Netzneutralität dominierte die Kampagne „Pro-Netzneutralität“ und zog so viel Aufmerksamkeit auf sich, dass die „echte“ Petition an den Bundestag, die bisher erst rund 4.000 Unterstützer gefunden hat, fast komplett untergeht. Die Welle der Medienberichte zu dieser zukunftsweisenden Frage ist abgeebbt und eine nächste Woge der Empörung scheint vorerst nicht in Sicht. Inzwischen ist auch die Wirkung des von knapp 10.000 Menschen unterzeichneten Appell von Pro-Netzneutralität verpufft, falls er überhaupt eine hatte. Mit einer massiv beworbenen, erfolgreichen Bundestagspetition, könnte man viel mehr erreichen – zunächst vor allem mediale Aufmerksamkeit.

An medialer Aufmerksamkeit zur „Atomdebatte“ fehlt es derzeit allerdings nicht. Viel mehr vermisse ich eine geschlossene und zielgerichtet agierende Gegenbewegung, die den ungeheuerlichen Atomplänen von Schwarz-Gelb die Stirn bietet. Das zeigt sich beispielsweise beim virtuellen Protest: Er spaltet sich auf in zwei dominierende Kampagnen von Campact und Avaaz, die beide beträchtliche Unterstützerzahlen aufweisen können, begleitet von der relativ wenig beachteten Aktion „Energie ohne Zukunft“. Auch diesmal geht durch die Dominanz von im Prinzip wenig zielführenden, aber dennoch sehr förderungswürdigen Unterschriftenaktionen, die zugehörige Bundestagspetition im unaufhaltsamen Strom der Nachrichten und Statusupdates unter. Mit einer geglückten Petition könnte man wie gesagt einiges mehr erwirken, da sie bei einer ausreichenden Anzahl von Mitzeichnern, zu einer öffentlich viel Beachteten Anhörung führen würde, wodurch wohl die gesamte Anti-Atom-Bewegung neuen Aufwind bekäme.

Ich bin dafür, dass wir für das Erreichen der 50.000 Unterstützer jetzt alle an einem Strang ziehen!
Also bitte unterzeichnet die Petition und verbreitet sie über alle Kanäle! Nutzt Twitter (Hashtag: #urangela), Facebook, VZ, Xing, etc., euren Blog, eure Website und nicht zuletzt die gute alte E-Mail, um dafür zu sorgen, dass im deutschsprachigen Netz, niemand an dieser wichtigen Petition vorbeikommt! Und wenn ihr schon dabei seid, könnt ihr auch gleich noch die Petition für Netzneutralität bewerben. 😉

Diese beiden Petitionen müssten meines Erachtens, aufgrund der Wichtigkeit der Themen, locker über die 50.000 kommen. Doch leider hat es den Anschein, dass eine Art „Petitionsmüdigkeit“ eingekehrt ist…
Beweist, dass ihr wach seid und weckt auch eure Mitmenschen auf!
Auf geht’s! 🙂

Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass in der Begründung der Anti-Laufzeitverlängerungs-Petition „große Koalition“ steht. Auch wenn ich solche Fehler haarsträubend und unverzeihlich finde (eine Petition sollte mMn vor der Einreichung von mehreren Leuten gegen gelesen werden), denke ich, das sollte kein Grund zur Verweigerung der Mitzeichnung sein. – Ganz im Gegenteil: Ich möchte, dass der Hauptpetent uns mal vorm Petitionsausschuss erklärt, wo man seine Zeitmaschine her bekommt! Da gäbe es ja noch so einiges gerade zu biegen… 😉