„Stoppt den Pseudonymterrorismus!“ – Klarnamen machen frei..

Nun hat es auch mich erwischt. Google+ ist aufgefallen, dass mein vorher dort verwendeter Name „Edward Eddy Twitgeridoo“ nicht mit ihrer Namensrichtlinie in Einklang zu bringen ist und hat mich aufgefordert ihn diesbezüglich anzupassen, was ich (zunächst eher halbherzig zu „Eddy Twitgeridoo Edwards“) dann auch tat, woraufhin folgende Meldung erschien:

Ihr Profil wird überprüft
Vielen Dank, dass Sie Ihr Profil zur Prüfung gesendet haben. Ihr Profil wird erneut geprüft, um festzustellen, ob es unserer Namensrichtlinie entspricht. Prüfungen erfolgen in der Regel innerhalb weniger Tage. In der Zwischenzeit haben Sie vollständigen Zugriff auf Google+ und alle anderen Google-Dienste.Wenn die Prüfung erfolgreich abgeschlossen wurde, wird diese Meldung angezeigt und Sie können Google+ weiterhin nutzen. Andernfalls werden Sie informiert, dass die Prüfung nicht erfolgreich war, und Sie erhalten weitere Anweisungen.Uns ist bewusst, dass Google+ und die aktuellen Namensrichtlinie nicht von jedem befürwortet wird. Falls Sie Google+ nicht mehr nutzen möchten, kopieren Sie Ihre Google+ Daten. Klicknen Sie dann hier, um Google+ zu deaktiviren.

[Bis auf die Hervorhebungen ist das der Originaltext, inklusive Vertipper/Rechtschreibfehler]

Nach einer kurzen Phase der Resignation sah ich den Fehler jedoch ein, da ich nach mehrfacher Lektüre dieses Textes (mit Fehlern, die ich solch einem Unternehmen wirklich nicht zugetraut hätte) ein wenig Mitleid mit den Mitarbeiten bekam, dessen wertvolle Arbeitskraft mit so niederen Aufgaben wie der Pseudonymbekämpfung gebunden war. Da ich des Weiteren annehmen musste, dass „weiteren Anweisungen“ Googles Folge zu leisten ist, habe ich meinen Namen noch mal geändert und habe meinen Sinneswandel inzwischen komplett abgeschlossen. Deshalb möchte ich auch auf diesem Wege noch einmal von ganzem Herzen um Verzeihung bitten:

Hiermit entschuldige ich mich ausdrücklich dafür die Namensrichtlinie bewusst ignoriert zu haben und gebe nun feierlich meine wahre Identität preis!

Google hat mich dann doch überzeugt.

Es kann einfach nicht angehen, dass jeder Dahergesurfte im Web mit einer gefälschten Identität – womöglich gar mehreren – anonym herumkaspern darf!

Stoppt den Pseudonymterrorismus und lasst dieses wundervolle Unternehmen endlich in Ruhe arbeiten!

Liebe Grüße,
euer Bernd

2 Antworten zu “„Stoppt den Pseudonymterrorismus!“ – Klarnamen machen frei..

  1. Die Frage , die sich mir -als zugegebener Maßen absuluten Nichtwissenden auf dem Gebiet den Internets und dessen Möglichkeiten- stellt lautet: „Warum wird so viel Aufwand betrieben, den „richtigen Namen“ einer Person herauszubkommen, die doch lediglich Informationen von Google+ erhalten möchte. Oder was ist durch die Registrierung bei dem Verein noch alles möglich?
    Mich beschäftigt viel mehr die Tatsache, dass man, möchte man mehr über ‚Sexualität im Kleinkindalter‘ erfahren, auf Unmengen von Kionderpornoseiten stößt.
    Wäre es nicht sinvoller, Angestellte mit dem Löschen dieser gänsehauterzeugenden Seiten zu beauftragen, so dass dieser „Markt“ zumindest einmal eingedämmt wird?

  2. Das sind zwei ganz verschiedene Fragen in einer.

    Erstens: Google verdient sein Geld hauptsächlich mit personalisierter Werbung und für dieses Geschäftsmodell scheint der echte Name einer Person deutlich mehr wert zu sein, als ein Pseudonym.

    Zweitens: Klare Zustimmung. Zwar ist das Wort „Markt“ hier eher unzutreffend, aber ich bin auch der Meinung, dass viel mehr dafür getan werden muss, um solche Inhalte aus dem Netz zu löschen und die Hintermänner dingfest zu machen, statt sie „nur“ zu zensieren.

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